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Das Tierheim "Franz von Assisi"
Ein langer Weg

Bereits bei Vereinsgründung wurde als ein Hauptziel des Vereins der Bau und Betrieb eines Tierheims in der Satzung verankert.

Der damalige Vorstand hatte ein Grundstück an der Roßwachtstraße in Dachau ausgemacht, das teils der Stadt Dachau und teils dem Wasserwirtschaftsamt des Freistaates gehörte. Nach einigen Verhandlungen mit Stadt und Freistaat genehmigte die Stadt Dachau und das Wasserwirtschaftsamt die kostenlose Nutzung des Grundstücks durch den Tierschutzverein. Das gesamte Areal umfaßt ca. 4.500 qm und liegt sehr schön in einem Landschaftsschutzgebiet.

Nach Genehmigung der Pläne wurde im Jahr 1984 mit dem Bau des Tierheims begonnen. Geplant waren neben dem eigentlichen Tierheim mit Hundezwingern und Katzenhaus ein Kleintierhaus und ein Personalwohnhaus. Nach einer -immer wieder durch finanzielle Engpässe unterbrochenen- Bauzeit von 3Jahren wurde das Tierheim 1987 in Betrieb genommen. Der Wohnhausbau wurde aus finanziellen Gründen „auf Eis" gelegt; der Bau des Kleintierhauses gar nicht begonnen. Das Wohnhaus wurde in der Folgezeit je nach finanzieller Lage „stückweise" weitergebaut und 1994 endgültig fertiggestellt.

Nach ca. 2jährige Bauzeit wurde im Jahr 2001 das Kleintierhaus eröffnet.

Im Jahr 2001 konnte der Tierschutzverein vom Wasserwirtschaftsamt zu sehr günstigen Konditionen das Grundstück zwischen Tierheim und Stadwald erwerben. Mit sehr viel Eigenleistung und etlichen großzügigen Spenden, konnte das Gelände inzwischen gerodet und eingezäunt werden. Dort entstanden (und entstehen) weitere Freiausläufe und eine grosse Spielwiese für unsere Hunde.


Die Räumlichkeiten

Im Tierheim stehen den Tieren 22 Hundezwinger (bestehend jeweils aus Innen- und Außenzwinger), 5 Katzenzimmer und ein Mehrzweckraum zur Verfügung. Alle Räume, in denen sich Tiere aufhalten sind mit Fußbodenheizung versehen. Weiterhin gibt es eine Quarantänestation mit Räumen für Hunde und einen Raum für Katzen und Kleintiere, der mit transportablen Boxen bestückt ist. Eine Tierarztpraxis wurde ebenfalls eingerichtet. Neben Futterküche, Lagerräumen und Personalumkleideraum ist im Tierheim noch das Büro (zwei Räume) untergebracht. Im Kleintierhaus befinden sich, neben 8 Zimmern für die Tiere auch noch weitere Wirtschafts- und Lagerräume, sowie ein Bastel- und Versammlungsraum, in dem auch der jährliche Weihnachtsbasar seine Heimat gefunden hat.


Statistik, Statistik

Um den Betrieb des Tierheims und die lückenlose Betreuung der Tiere zu gewährleisten, beschäftigt der Verein mehrere Ganztag- und Teilzeitkräfte Ein Teil der anfallenden Arbeiten wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern übernommen (so zum Beispiel der Notdienst, der 7 Tage in der Woche, 24 Stunden am Tag erreichbar ist).

Im Tierheim werden jährlich ca. 35.000 Arbeitsstunden geleistet, ca. 23.000 davon werden ehrenamtlich erbracht. Zusätzlich fallen pro Jahr ca. 2.630 Einsatzfahrten (Abholung von Fundtieren, Nothilfe, Platzkontrollen, etc.) an. 500 davon nachts.

Der Betrieb des Tierheims verursacht jährliche Kosten von ca. € 290.000 (Stand: 2006). Der größte Teil davon wird aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen des Vereins bestritten. Seit 1994 erhält der Verein für die Betreuung, Verwahrung und Vermittlung von Fundtieren eine pauschale Aufwandsentschädigung von den meisten Landkreisgemeinden. Da diese Aufwandsentschädigung die Kosten, die allein durch die Fundtiere, die der Verein für die Kommunen betreut entstehen, bei weitem nicht deckt, wird die finanzielle Decke des Vereins jährlich dünner. Nur die Kommunen Dachau und Karlsfeld haben die Pauschale 2006 auf den geforderten (und immer noch nicht kostendeckenden) Euro pro Einwohner angehoben. Alle anderen Kommunen bezahlen nur 0.26 - 0,50 Euro pro Einwohner.


Stand: 02.07.2007